Die Erde ist nur ein Pixel im Universum

Lektorat des gesellschaftskritischen Sci-Fi-Romans von Günther Krause-Mohr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer hier einen Roman erwartet, den man gemütlich im Sofa oder abends im Bett liest, liegt falsch. Denn für dieses Buch muss man sich Zeit nehmen, es ist keine leichte Lesekost.
Man kann es auch nicht in eine bestimmte Kategorie einordnen – hier mischt sich Sci-Fi mit Wissenschaft und Gesellschaftskritik. Und so ganz nebenbei gibt es harte Fakten und kulinarische Verlockungen.
Ein außerirdisches Paar bricht zusammen mit ihrem persönlichen Vertrauten, einem Androiden, zu einer Urlaubsreise auf. Sie kommen aus einer so weit entfernten Galaxis, dass aus ihrer Sicht die Erde nur wie ein winzigkleiner Pixel im Universum erscheint. Sie kommen aus einer Welt, die nahezu perfekt ist. Utopisch, könnte man meinen – aber es könnte auch durchaus real sein.
Esined und Taran besuchen viele Welten und landen schließlich auf der Erde. Von ihr sind sie auch sehr angetan, was es da nicht alles gibt: die unglaubliche Vielfalt der Natur- und Lebensräume, Fauna und Flora, die geografischen und klimatischen Extreme … und die Menschen.
Die Menschen, die diesen Planeten behandeln, als hätten sie irgendwo einen zweiten in der Hosentasche. Als gäbe es kein Morgen, keine nachfolgenden Generationen. Die diesen Planeten verschmutzen, und nicht mit, sondern gegeneinander leben; sie lernen eine Welt kennen, auf der Gier, Hass, Ausbeutung, Krieg und Terror herrschen. Unendlicher Reichtum und Verschwendung von Ressourcen auf der einen Seite, Armut, Hunger auf der anderen Seite.
– All diese Fakten sind im Buch übrigens genau recherchiert und mit Quellen belegt!
Aber die Außeridischen gewinnen auch Freunde auf der Erde – Menschen, die diese Problematik erkannt haben und zusammen mit ihnen die Welt bereisen und ihnen auch die schönen Seiten dieses Planeten zeigen, die es wert sind, damit wir als Menschheit gemeinsam für ihren Erhalt kämpfen.
Zur Auflockerung finden sich passende, jeweils regionale Rezepte, die zum Nachkochen einladen – eine schöne Idee, denn so hat man immer wieder einen Grund, zu diesem Buch zu greifen und dabei das Gelesene noch einmal zu vertiefen.
Auch wenn all die Fakten, die hier angesprochen werden, schockierend wirken, weil man die globalen Probleme vielleicht zum ersten Mal in so geballter Wucht vor Augen geführt bekommt, so bleibt doch ein Funken Hoffnung, dass die Menschheit es noch rechtzeitig schafft, die Reißleine zu ziehen.
Vielleicht brauchen wir öfter diesen Blick von Außen, wie ihn, wie in diesem Roman, die Außer-Irdischen haben.

Günther Krause-Mohr: Die Erde ist nur ein Pixel im Universum. 2026. 424 Seiten.
Die Publikation liegt in verschiedenen Formaten und Sprachen vor:
https://www.amazon.de/Erde-Pixel-Universum-Au%C3%9Ferirdische-gesellschaftskritischer/dp/3982842506/ref=sr_1_1