K.A.T.I.

Ihr Wegweiser in Kulturfragen

Haus Peters 1991-2011

Von: Dr. Katrin Schäfer - Aug• 02•11

20 Jahre „Haus Peters“ in Tetenbüll – eine Kulturstätte, die Regionalgeschichte und überregionale Kunst vereinigt. Seit 1991 fanden über 70 Ausstellungen statt und über 220000 Besucher konnten gezählt werden. Anlässlich des Jubiläums werden nun Beispiele aus 20 Jahren Kulturarbeit gezeigt – ein Querschnitt durch Kunst, Kultur und Geschichte.

Historischer Kaufmannsladen

Ursprünglich lebte hier die Familie Tauchmann-Peters (1765-1987), die zunächst eine Tischlerei betrieb, später dann eine Gewürzkrämerei und Hökerei. Der Warenhandel wurde stetig ausgebaut, das Sortiment erweitert und bis 1923 blühte hier das Kolonialwarengeschäft.
Der historische, biedermeierliche Kaufmannsladen ist bis heute beinahe originalgetreu erhalten geblieben und lädt auch heute noch zum Kauf ausgewählter, schöner Dinge ein.

Kaufmannsladen

Zu verdanken ist dies dem Engagement der Gemeinde Tetenbüll mit ihren Bürgermeistern Matthias Brodersen und Henning Möller, die das heute denkmalgeschützte Gebäude samt seiner Einrichtung 1989 erwarb. Am 3.11.1991 wurde dann der Förderverein Haus Peters e. V. in Tetenbüll unter dem Vorsitz von Kathrin Schumann (bis 1999) gegründet und das kleine Museum öffnete seine Türen mit der heute fast schon legendären Teddy-Bären-Ausstellung „Teddy Tedt und seine Freunde“.
1999 übernahm die Historikern Brigitta Seidel die Leitung. Im Rahmen des Projektes „Dörflicher Warenhandel“ entstanden beispielsweise drei Ausstellungen zum Thema Landhökerei, Kolonialwaren und Markenwaren.

Landhökerei

Alte Gerätschaften

Aber auch andere kulturhistorische Themen wurden in Ausstellungen und Publikationen gewürdigt (u.a. Trinkwasserversorgung Eiderstedt oder das Backbuch von Luise Peters).

Hier wurde gebacken

Das Haus Peters ist mehr als ein „Heimatmuseum“, obwohl es natürlich auch diesem Anspruch gerecht wird. Kaufmannsladen und Wohn- und Schlafräume sind im Originalzustand erhalten und vermitteln einen Einblick in die Lebensweise der ländlichen Bevölkerung von 1800 bis 1900.
Aber auch die Kunst kommt nicht zu kurz; einmal im Jahr ist ein Künstler aus der Gruppe der „Norddeutschen Realisten“ zu Gast (z.B. Nikolaus Störtenbecker, Ulf Petermann oder Brigitta Borchert), aber auch Chagall und Otmar Alt wurden schon gezeigt.
Einem Künstler aber ist sogar ein eigener Raum gewidmet; im Giebelzimmer erwartet den Besucher eine besondere Dauerausstellung: Hier wird seit 1997 Horst Janssens Bilderzyklus „Eiderlandschaften“, der während seiner Zeit im benachbarten Witzwort entstanden ist, präsentiert.

Horst Janssen: Selbstporträt, 1970

Und eine weitere Attraktion gibt es rund um das Haus zu bestaunen: den liebevoll angelegten Bauerngarten mit seiner Rosenvielfalt, der im Sommer zum Verweilen und zu Veranstaltungen einlädt.

Garten Haus Peters

Ausstellung:„20 Jahre Haus Peters – 1991 bis 2011“. Bis 6.11.2011.
Haus Peters • 25882 Tetenbüll
Dörpstraat 16 • Dorfmitte, gegen-über der Kirche St. Anna,
Tel. 04862/681
Dienstag bis Sonntag: 11-18 Uhr; ab 1. Oktober: 14 – 18 Uhr.
Eintritt frei.

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