„Irgendwas mit Musik … Ein Leben. Oder doch lieber Medien“ – so lautet der ungewöhnliche, man könnte fast meinen „unentschlossene“ Titel des Buches von Mario de Mattia. Die Biografie, wie er selbst schreibt, „eines ganz normalen Menschen und seiner Familie“.
Normal? Das scheint doch untertrieben, denn auf beinahe 500 Seiten erfährt man die Details eines erfüllten, eines unruhigen, eines ideensprühenden, aber auch tragischen, von Schicksalsschlägen geprägten Lebens.
Ich kenne Mario erst aus meiner eigenen kulturaktiven Zeit in Nordfriesland und habe ihn vor allem als Medienmenschen erlebt. Aber ich weiß auch von seiner musikbegeisterten Seite und vom Schwärmen über kulturelle Highlights … als Stichpunkte mögen da Rocki NF, Waldheim oder Dornbusch den meisten „Eingeborenen“ zwischen Hamburg, Rendsburg, Nordfriesland in den Ohren klingen.
Das Buch beginnt in den 1960er Jahren und erstreckt sich sozusagen bis heute (möge sich das „Heute“ bitte noch viele Jahre dehnen, denn dann lohnt es sich, noch Teil 2 zu schreiben).
Während ich Ende der 1960er Jahre gerade mal das Licht der Welt erblickte, begannen für ihn bereits die wilden Jahren. Obwohl uns damit so circa eine halbe Generation trennt, musste ich bei vielen Episoden aus den 60er-80er Jahren doch schmunzeln und mich des Öfteren beim Gedanken ertappen „exakt so war das damals!“.
Auch wenn für mich als Wahl-Nordfriesin vieles unbekannt war, ist die Biografie kurzweilig geschrieben und vor allem authentisch. Hier schreibt kein Promi, der bei seinen Lesern Mitgefühl oder Bewunderung wecken will, hier schreibt jemand ehrlich, einfach und so gesehen durchaus als „Normalo“ – aber eben nicht so normal wie einer, der 45 Jahre stur seinem einst erlernten Beruf nachgeht, sondern als einer, der im Leben alles ausprobiert hat. Und alles meint auch so ziemlich alles, wie man in einer Kurzfassung gleich auf Seite zwei erfährt.
Ist das ein chaotisches Leben? Von einem, der sich nie entscheiden konnte? Nein, eher von einem Menschen, der mutig war, immer etwas Neues auszuprobieren, zu scheitern, wieder aufzustehen, um das Leben voll auszukosten.
Auch wenn es hochtrabend klingt – mir ging beim Lesen dieses Lied durch den Kopf:
„I’ve lived a life that’s full
I’ve traveled each and every highway
And more, much more than this
I did it my way“
Ich wünsche Mario und seinem Buch viele interessierte Leser!

Und hier erfährt man mehr und kann das Buch bestellen/kaufen:
https://einleben-demattia.de/
Blog zum Buch:
https://einleben-demattia.de/2026/05/05/alles-zum-buch/